Verehrte Kundschaft

aus aktuellem Anlass greift  der Meister wie versprochen zur Feder.

Also: Wissen auf den Punkt gebracht!

Die Dioxin-Funde in Bio-Eiern verunsichern Sie natürlich genau so wie auch uns. Das Dioxin wurde durch Tests unserer Bio-Kontrolle gefunden; d.h. unsere Eigenkontrolle greift.

Die belastete Bio-Maispartie kam aus der Ukraine und lag über dem Grenzwert von 3 ng/kg. Dieser Mais wurde von einer holländischen Firma in Mischfutter verarbeitet und in den Niederlanden sowie Niedersachsen, NRW und Sachsenanhalt an Bio-Legehennenbetriebe ausgeliefert.

Diese Betriebe  wurden natürlich sofort gesperrt.

Bioland sowie unsere angeschlossenen Kontrollgremien haben sofort eigene Kontrollen in unseren Biolandbetrieben durchgeführt. Da Bioland größten Wert auf ein effizientes Qualitätssicherungssystem legt und die genaue Kenntnis der Rohwarenherkünfte, die in Bioland-Futter einfließen, vorschreibt, ist kein Biolandbetrieb von o.g. Dingen betroffen.

Der hohe Biolandstandard trägt wieder einmal seine Früchte.

Stellungnahme

unseres alleinigen Lieferanten Biolandbauer Bollmann aus Hamminkeln; Bioland-Betriebs-Nr.: 51500 EG-Kontroll-Nr:00D-006-28980-A.

Betr.: Fütterung unserer Hühner

Aufgrund der in einigen Bio-Betrieben mit Dioxin belasteten Eier möchten wir sie als Ihren Bioland-Freiland-Eier-Erzeuger über die Fütterung unserer Hühner aufklären. Zum größten Teil erzeugen wir unser Futter selber. Hauptnahrungsgrundlage für unsere Tiere ist ein Futter, welches zu 70% aus selbst angebauten Früchten besteht. Diese sind Weizen, Mais, Gerste und Ackerbohnen. Die restlichen 30% bestehen aus lebensnotwendigen Eiweißergänzern. Diese Ergänzer beziehen wir ausschließlich von dem Futtermittelhersteller Meyenhof zu Bakum GmbH 49324 Melle, der dem Bioland-Verband angeschlossen ist und somit wie auch allen anderen Biolandbetriebe der regelmäßigen strengen Abcert-Kontrolle unterliegt und zertifiziert wird.

Neben dem Futter, von dem ein Huhn pro Tag 125g frisst, bekommen die Hühner 1x täglich eine Weizen-Körnergabe in den Einstreu. Hier können Sie nach den Körnern scharren und so ihren ausgeprägten Futtertrieb ausleben. Zudem haben die Tiere täglich die Möglichkeit draußen im Grünauslauf (10 qm je Tier) Gras zu zupfen.

Ihr Bioland-Betrieb Bollmann
Hamminkeln den 08.05.2010

Unsere Meinung:

Auch wir sind Biolandpartner aus Überzeugung.

Der hohe Standard von Bioland und somit aller Biolandpartnerbetriebe kann sicher nicht ausschließen, das ähnliches auch in unseren Reihen passieren kann. Es wird allerdings die Möglichkeit extrem minimiert.

Wenn unsere Bauern das Futter selber anbauen, wird kein Mais aus "Irgendwoher" gebraucht. Im vorliegenden Fall wurde Bio-Mais aus der Ukraine dort zentralisiert und nach Holland verkauft. Dort mit Bio-Futterteilen gemischt und u.a. nach Deutschland verkauft .

Muss es den sein, das Futterkomponenten aus ganz Europa zusammengekauft werden, die durch duzende von Händen gegangen sind, (wo jede Hand verdient und das Produkt verändert)??? Zudem ist der "kreuz und quer Transport" der Komponenten ebenfalls nicht gerade dem ökonomischen sowie ökologischen Gedanken zuträglich. 

Bioland zeigt da den einzig richtigen Weg.

Eigener Anbau, eigene Aufzucht.
Schonung der Natur und Nutzung der heimischen Kapazitäten.
Kurzer Weg mit wenigen Gliedern: Erzeuger - Metzger - Kunde.
Zwei Verantwortliche zum Nutzen Aller.

P.S: aus gleichem Grunde produzieren wir alle unsere Wurstwaren selber; ein Bio-Parma ist nun mal meist in Belgien gewachsen, in Italien gereift und dann in alle Welt transportiert. Wir stellen die Richtigkeit dieser Dinge in Frage!!

Verantwortung gehört in wenige Hände; je weniger umso besser und so effizienter auch die Kontrolle.

Wir beantworten Ihre Fragen gerne.
Ihr STÖBE-Team